Was gibt es besonderes in Litauen?

Außergewöhnlich in Litauen ist sicherlich der Berg der Kreuze. Auf einem kleinen Hügel nördlich von Siauliai haben die Litauer aus Protest gegen die sowjetischen Besatzer Holzkreuze aufgestellt. Es wurden immer mehr und die kommunistischen Machthaber ließe die Kreuze räumen. Es wurden aber nach jeder Räumung immer mehr aufgestellt. Heute ist der Berg der Kreuze ein wichtiges Ziel für Touristen. Kritiker bemängeln die touristische Ausbeutung und die heutige Beliebigkeit (mangels Besatzer mutiert der Ort zum Frömmeln).

 

Die Kurische Nehrung ist klar ein besonderer Ort in Europa. Hohe Wanderdünen, wunderschöne Strände, frei lebende Elche, lange Wanderwege und eine interessante Geschichte (immerhin gehörte die Nehrung bis 1918 zu Deutschland) begeistern die Besucher. Das Meeresmuseum mit Delfinschau am ehemaligen Fort Kopgalis ist auch einen Besuch wert.

 

Die Städte Kaunas und Vilnius sind auf jeden Fall Wert, besichtigt zu werden. Ist Kaunas eine richtig litauische Stadt, war Vilnius bis zum 2. Weltkrieg eine polnisch-jüdische Stadt. Es lebten um die Jahrhundertwende nur etwa 3 % ethnische Litauer in der Stadt. Architektur und enge Gassen erinnern an diese Zeit. Vom Gedimino Turm hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Viele Museen, z.B. das neue Libeskind MMO Museum für Moderne Kunst laden zur Besichtigung ein.

 

Nicht schön, aber auch etwas Besonderes war die Entwicklung des Holocausts in Litauen. Obwohl es noch keinen Beschluss zur Vernichtung der gesamten jüdischen Bevölkerung gab (die Wannseekonferenz war im Januar 1942), begannen die Sonderkommandos in Litauen bald mit der Ermordung auch von jüdischen Frauen und Kindern.

Vieles über diese traurige Zeit ist im Kapitel Geschichte thematisiert.

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