Vilius Karalius

Von Ieva Simonaityte  

Vilius Karalius

Ieva Simonaitytė wurde 1897 als Eva Simoneit in Wannagen (zwischen Šilute und Klaipeda) in Ostpreußen geboren. Für ihr Buch "Vilius Karalius" bekam sie 1958 den Staatspreis der LSSR (Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik). 

 

Baltische Bibliothek im BaltArt Verlag

Das Buch wurde von Markus Roduner erstmals ins Deutsche übersetzt und wurde auf der Leipziger Buchmesse am 21.3.2019 vorgestellt. Laut Manfred Klein in den Annaberger Annalen 27-2019, war die deutsche Ausgabe eine Überraschung, da die Autorin sich zeitlebens eine Übersetzung ihrer Werke ins Deutsche verbat. Eine Ausnahme war 1955, als ihr Text "Buse und ihre Schwestern" (Pikciurniene) in der Zeitschrift "Sowjetliteratur" erschien, deren Veröffentlichung sie sich nicht erwehren konnte.

 

Wilhelm Korallus heiss ich,

Verführe die Mädchen gar fleissig . . . 

 

"Vilius Karalius" gilt als „literarisches Denkmal für das Memelland“ und umfassendstes Werk der litauischen Schriftstellerin Ieva Simonaitytė, die als „Chronistin Kleinlitauens“ und in der Nachfolge Kristijonas Donelaitis gesehen wird. Übersetzt hat es der in Litauen lebende Schweizer Markus Roduner, der schon einige wichtige litauische Werke ins Deutsche übersetzte.

Zugegeben fiel mir das Lesen etwas schwer, genauso wie eine ausgewogene Kritik dieses Buches.

Die Handlung spielt in den ersten zwanzig Jahren des 20. Jahrhunderts, also in den Jahren vor dem Weltkrieg bis kurz danach.

Es geht um die litauische Bauernfamilie Karalius, die einen stattlichen Hof in Kleinlitauen, oder wie die Deutschen gesagt hätten, Ostpreußen oder Memelland, besaßen.

 

 

Tatsächlich bedeutet Simonaitytės Werk den Litauern sehr viel. Alle die ich gefragt habe, hatten das Buch irgendwann, meist in ihrer Schulzeit gelesen, oder wie ein Bekannter augenzwinkernd meinte, zumindest besprochen.

Ieva Simonaitytė hat „Vilius Karalius“ in zwei Teilen geschrieben. Der erste Teil war 1939 fertig, den zweiten hat sie 1956, also kurz nach Stalins Tod, Litauen war schon „Litauische Sozialistische Sowjetrepublik“, beendet.

 

Inhaltlich kann man beide Teile vielleicht grob so einteilen, dass im ersten Teil das Leben der Litauer im Memelland sowie die Konflikte mit den Deutschen stark thematisiert werden. Wir erfahren wie eine litauische Beerdigung von statten ging, wie Taufen und Hochzeiten gefeiert wurden. Einige Sachen haben sich übrigens nicht geändert, den litauische Brautwerber „pirslis“ gibt es heute noch.

 

Wahrscheinlich ist „Vilius Karalius“ für Litauen so wichtig, weil die damalige Kultur der Litauer und ihr Kampf um Identität geschildert wird, und das in der Literatur rar ist.

Im benachbarten Großlitauen, bekanntlich bis 1919 von Russland besetzt –

(Vilius Karalius steht an der deutsch-russischen Grenze unweit seines Elternhauses und betrachtet „…ein(en) Bauernhof mit zwei kleinen Gebäuden. Beide windschief. Das Dach des einen eingedellt. Schwer zu sagen, welches das Wohnhaus und welches der Stall sein sollte. Nicht weit vom Hof weidete eine braune Kuh, der Größe nach eher ein Kalb. Aus einer der Hütten kam ein grauhaariges Mütterchen mit einem Holzeimer. … Etwas weiter hinten ein ebenso grauhaariger Mann und ein kleines Pferd, das wohl einst weiß gewesen war. Er pflügte. Das Pferd, vor dem Hakenpflug gespannt, vermochte ihn kaum zu ziehen. Sowohl der Mann als auch das Pferd hielten pro Furche je zweimal an, um zu rasten.“)

waren die Litauer dem russischen Assimilationsdruck noch stärker als in Ostpreußen ausgesetzt (die litauische Schriftsprache war lange verboten) und es herrschte ein starkes Wohlstandsgefälle.

 

Simonaitytė schildert die Menschen in vielen Details. Haare, Kleidung, Bräuche. Bei hohem Besuch rückt die Hausherrin den Schlüssel vom Geschirrschrank heraus und der Tisch wird mit gutem Porzellan gedeckt. Litauer machen keine Geschenke und feiern keinen Geburtstag. Der (deutsche) Pfarrer bezeichnet die Litauer als stur, hinterlistig und dickköpfig. Litauer schmückten sich nicht mit Gold.

 

Besonders widmet sie sich im ersten Teil aber der Auseinandersetzung der Litauer mit den Deutschen.

Was sehr interessant ist, denn so erfahren wir, wie auf (einem Teil) der litauischen Seite (wohlgemerkt in Ostpreußen, also Teil Deutschlands) über das Leben in Deutschland und mit den Deutschen gedacht wurde.

Damals muss der Druck auf die litauische Minderheit ziemlich stark gewesen sein (auch der Memelländische Schriftsteller Vydunas) widmet sich eingehend dieser Problematik) und tatsächlich war die gefühlte Nationalität (wobei die tatsächliche Nationalität Deutsch war) immer mehr fließend (Lena Grigoleit).

Besondere Sorge hatten die Litauer um den Fortbestand ihrer Sprache.

Generell werden die deutschen Verwandten der Familie Karalius (alles eingedeutschte Litauer) als ziemliche Lackaffen geschildert. Überhaupt sind alle Deutschen sehr unsympathisch, was durchaus sein kann, denn in einem Buch über die Prußen gab es folgenden Spruch:

"Von den Einheimischen wird berichtet, dass sie sich dahingehend geäußert haben, sie wollten lieber nicht in den Himmel kommen, wenn da auch nur ein einziger Deutscher wäre".  Prussen

 

Allerdings sagt uns die Lebenserfahrung etwas anderes. Niemals werden alle Menschen schlecht sein und doch wird es dem Leser so vermittelt.

Vielmehr kann man diese Reibereien der Litauer mit den Deutschen wie hier bei Silva Pocyte beschrieben verstehen:

„Seit den ersten Kontakten zwischen Deutschen und Litauern ringt im Denken der Litauer ein immer noch litauisches mit einem bereits vom Deutschtum beeinflussten Selbstverständnis, das gemäß dem Literaturkritiker Vytautas Kubilius, nicht nur einzelne Dörfer sondern auch Familien spaltete: „der Vater ist noch dem Litauertum verbunden ,,aber der Sohn versteht nicht mehr Litauisch; ein Bruder übernimmt eine Rolle bei einem litauischen Schauspiel, und ein anderer bei einem deutschen; die einen verlangen litauische Gottesdienste und die anderen sind bereit, dagegen eine Schlägerei anzuzetteln“.  (S. Pocyte, Annaberger Annalen 6-1998)

Diese kulturelle Vermischung hatten die Litauer in Großlitauen mit den Polen.

 

Ein paar Zitate:

Seite 32 »Steif und starr ist der Pfarrer, hat die Knie kein einziges Mal auch nur ein wenig gebeugt«, sagte eine der unbekannten Tanten.

»Ein Deutscher!«, meinte eine andere verächtlich. »Die Deutschen knien ja nicht einmal in der Kirche nieder, sie bleiben stehen – als hätten sie einen Stock verschluckt.«

34 »Aber kann denn der Deutsche dem litauischen Menschen überhaupt etwas geben? Nie und nimmer! Schon allein deshalb, weil er sich gar keine Mühe gibt . . .«

37 »Ach, wie sind die [Litauer] doch zurückgeblieben! Ein moderner Mensch ist ihnen völlig fremd . . .«

38 „… aber sie wollten allen verkünden, was für ein Nichtsnutz der zum Deutschen gewordene Litauer war.“

46 »Immer dasselbe Lied. Dass diese Deutschen alles dürfen und die Litauer nichts!« Der dahingeschiedene Opa pflegte zu sagen, dass ein Deutscher nur selten in den Himmel komme, denn die besuchten Theater, tanzten wer weiß was für merkwürdige Tänze und behaupteten auch noch, das sei schön.

48 »Mein lieber Vilius, du müsstest doch wissen, dass man sich für alles, was man ohne Sinn und Zweck tut, schämen sollte. Also auch für solches Herumhüpfen. Die Kälber hopsen und hüpfen so herum. Aber Kälber sind Kälber. Der Mensch aber ist mit Verstand und Vernunft ausgestattet und darf sich nicht wie ein törichtes Tier benehmen.«

Damals lernte Vilius, auf die Deutschen böse zu sein. Eigentlich war er nicht böse auf sie, sondern er betrachtete sie mit Spott, weil sie wie die Kälber herumsprangen und eine neue Art ins Dorf gebracht und die Menschen verrückt gemacht hatten.

54 Vilius: Ich bleibe ein Bauer und ein kluger Litauer. Ich will kein halber Deutscher werden.  

Vilius liest in der Zeitung: „Sind nicht in unserem geliebten Litauen in den letzten Jahren solche ›Retter Litauens‹ aufgetaucht, die die Leute aufwiegeln und aufhetzen, vornehmlich gegen die gegenüber  dem Herrgott und dem Kaiser treue Partei der Konservativen, offenbar mit dem Gedanken, dass man erst diese Partei besiegen könnte und es dann einfacher hätte im Umgang mit dem Thron. Schließlich könnte man Litauen befreien, dass ›in zwei Teile geteilt sei und ein Teil ächze unter dem Joch Deutschlands – unter dem Joch der Hohenzollern!‹, wie die Befreier Litauens stets mit Inbrunst erkunden.

Entscheidet selbst, liebe Leute, was mit Litauen geschähe, wenn sich in Litauen viele derart unverständige Leute fänden, die auf solche ›Retter Litauens‹ hörten, das ›Hohenzollern’sche Joch‹ abzuwerfen, auf welche Weise . . .«

In dieser Zeitungsszene werden Übergriffe auf Juden speziell in Russland, aber auch in Litauen erwähnt. Ansonsten spielen Juden im Buch (obwohl laut Vorwort „viele Juden“ in Ostpreußen lebten) keine Rolle.

77 »Das Ende kommt so oder so auf uns Litauer zu«, winkte Karalius ab, »ob ein paar Jährchen früher oder später. Was kann schon ein einziger Litauer im Reichstag ausrichten?!«

88 Vilius: Warum müssen wir Deutsch lernen und nicht Burisch (Burisch=Bäuerisch=Litauisch)?

89 Wenn die Deutschen nicht wären, dann hätten wir heute weder Straßen noch die Eisenbahn noch Kirchen und auch keine Schulen«

90 Über die »Politik« sann jetzt nur noch Vilius nach. Ihm war noch immer nicht klar, warum Litauen sich in Deutschland befand. Die Franzosen lebten doch in Frankreich, die Russen in Russland . . .

128 »Meine Tochter nach Deutschland? Nein, niemals!« … »Was ist das denn, Berlin? Die Vorhölle für den litauischen Menschen!« 

Die Stadt als Ort der Deutschen, das Land und der Hof der Ort der Litauer. Stadt schlecht, Land gut.

152 Litauerinnen sollten keinen Deutschen heiraten: »Und wenn ich ins Zuchthaus komme«, brüllte Vanagas, »aber mein Kind die Matratzenauflage eines Deutschen? Besser gar kein Kind!«

209 Was für hochnäsige Leute! Noch nie habe ich so etwas zu Ohren bekommen, nur bei den Deutschen. Gott behüte, das sind sicher ›Katzendeutsche‹ . . .«

298 Warum nur hast du diese Deutschen überhaupt eingeladen? ...  Was sind das für scheußliche, ganz einfach widerliche Menschen! Sollen wir etwa ihretwegen ändern, was wir von alters her gewohnt sind? Nie im Leben!"

310 »Wir dürfen uns nicht in die Pfanne hauen lassen!« … Aber noch ist der Wind doch gar nicht so stark, wie man sieht. Jetzt können wir uns noch leicht verteidigen. Wir müssen aufstehen.«

»Zu spät, zu spät. Abertausende Unterschriften, die wir an den König sandten, haben nichts gebracht, der Einsatz der Pfarrer für uns auch nicht, und auch nicht die von den Litauern gewählten Abgeordneten. Überhaupt nichts hat geholfen, was willst du also heute?!«

»Von vorn beginnen, wieder bei den Grundfesten anfangen!« »Womit denn? Die Grundfeste ist die Schule. Aber glaubst du etwa, sie würden irgendwann in der Schule wieder auf Litauisch unterrichten? Wenn ja, dann irrst du dich. Das ist die eine Seite der Medaille, auf der anderen steht die Frage, wohin mit den Kindern, die in der Schule nur auf Litauisch unterrichtet wurden?

Wären sie denn für das heutige Leben bereit? Wie weit kämen sie denn mit unserer Sprache?«

312 Vilius: »Wir sind Litauer, und das reicht uns. Wir wollen gar nicht mehr. Wer weiß, ob denen, die unserem Geschlecht Unrecht antun, nicht einst der Boden unter den Füßen brennen wird? Das wird er ganz bestimmt!

Und dann bezahlen sie für ihr dummes ›Der liebe Gott versteht nicht Litauisch‹ und auch dafür, dass sie Erwachsene an den Ohren ziehen, und . . . Der Tag wird kommen, sage ich euch!«

 

Vielleicht bezieht sich das schon auf die Übernahme des Memellandes durch litauische Nationalisten 1923.  Ieva Simonaityte war damals an den Aktionen beteiligt.

 

315 Gegen den Strom könne man nicht lange schwimmen, dem Schicksal nicht entkommen. Das litauische Volk habe sowieso nicht mehr lange zu leben.

317 Im Jahr 1900 gab es in Deutschland 106.000 Litauer. Vilius wusste nicht, warum so wenige Litauer in Litauen lebten.

(1925 lebten im Memelland 27% Litauer. Das sind etwa 45.000. Bei allen abgehaltenen Wahlen, hatten pro Deutsche Parteien immer die absolute Mehrheit. (Laut Kestutis Gudas betrug der litauische Bevölkerungsanteil in den zwölf kleinlitauischen Kreisen sogar nur 19,1% [S.Pocyte, AA6, S.123]).

 

319 »Und was meinen Sie, Herr Karalius, wird es ein weiteres Dutzend Jahre brauchen, bis Sie und Ihre Kinder Deutsch sprechen? Nein, so lange wird das nicht dauern. Der Stein, der einen Abhang hinunterrollt, saust gegen Ende wie der Wind dem Abgrund entgegen. Und dann werden die Deutschen mit reinem Gewissen sagen können, dass es in Deutschland keine Litauer mehr gibt. Hier muss ich anmerken, dass Herr Gaidys recht hat: Ein Völkchen, das kein Selbstwertgefühl mehr besitzt – sollte möglichst schnell aussterben. Alles Untaugliche muss ausgerottet werden.«

320  »Die Litauer wollen nicht, dass ihre Kinder zu Deutschen werden, nur deshalb.« Gaidys entgegnete: »Mit anderen Worten, die Litauer wollen ein Volk von Knechten bleiben – allein deshalb.« 

 

  

Natürlich ist der Widerstand gegen den Assimilierungsdruck in Kleinlitauen verständlich. Ich empfinde Ieva Simonaitytės Text aber als plumpe Propaganda. Wie kann sie Vilius sagen lassen, warum Litauen sich in Deutschland befand? (Siehe oben, die Franzosen leben in Frankreich, die Russen in Russland…).

Dabei ist die einzige Person im Dörfchen Šalteikiai, die sich in der modernen Welt zurechtfindet, ausgerechnet Ilze Karalike, die Alleinerziehend das Dorf verlässt und in die Stadt zieht, Hebamme wird, um dann nach Šalteikiai zurück zu kehren und den Menschen hilft.

 

Der zweite Teil des Buches handelt dann weniger von den deutsch-litauischen Konflikten, die Deutschen waren, als Simonaitiyė den Text beendete (1956) schon längst vertrieben, sondern vom I. Weltkrieg, in den alle Söhne der Familie Karalius eingezogen wurden. Vilius Frau Grete, muss sich nun alleine auf dem Hof mit einer grätzigen Schwiegermutter und allerlei wirtschaftlichen Problemen rumschlagen.

 

Der Text wird sozialkritischer und die Russen sind keine Unmenschen (mehr. Wir erinnern uns an die Szene, als Vilius Karalius von Ostpreußen über die Grenze schaut), vor denen man flüchten muss.

Außerdem kommt es zu schwer verständlichen Handlungssprüngen.

Zwischendurch führen die Damen des Karalius’schen Hofes ein Geplänkel, dass ich an den Band der „Gartenlaube“ in meinem Keller denken musste. Ziemlich ermüdend.

 

Deutschland verliert dann bekanntlich den Krieg und ein kleiner Hinweis auf Seite 658 verweist auf die Zukunft:

»Die Bolschewisten! Sowjetrussland! Das Paradies für Kulaken hat dort ein Ende gefunden – das wird es auch bei uns. Sobald der Krieg zu Ende ist, und die Deutschen das Baltikum geräumt haben.«

  

Und Vilius, der Hofherr und Namensgeber des Buches, spielte eigentlich keine so große Rolle. Er war ein Luftikus und Frauenheld, der mit allen hübschen Damen in Šalteikiai im Bett war und einige geschwängert hat.

Das ist dann auch den meisten litauischen Lesern des Buches in Erinnerung geblieben.

Nach all dem Elend vom Krieg und Zusammenbruch kommt es trotz aller Tragödien dann doch noch zu einem Happy End.

 

Ich bin mir bewusst, dass es ganz andere Meinungen zu „Vilius Karalius“ gibt. Gerne würde ich sie hier vorstellen!

Das Team des „BaltArt“ Verlages, des Übersetzers Markus Roduner und Roland Begenat (Einführung) haben hervorragende Arbeit geleistet und dieses wichtige litauische Buch dem deutschen Publikum zur Verfügung gestellt.

 

 

Fazit: Kaufen, lesen und hier rezensieren!

 

 

Sie bekommen das Buch direkt beim Verlag: http://www.baltart.ch  

Zu dieser Rezension passend:

Deutsch-litauische Beziehungen bei Ieva Simonaitytė von Dr. Silva Pocyte

Daten Ieva Simonaityte

Manfred Klein - Kleider machten (litauische) Leute: Ieva Simonaitytės Liebe zum textilen Detail          in den Annaberger Annalen

 

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